Mein eigenes Hochbeet für Kräuter und Gemüse

In Zeiten der Teuerungen und der Umweltprobleme habe ich mich entschlossen, mein eigenes Hochbeet mit Gemüse und Kräutern anzulegen. Somit weiß ich genau, was bei mir zu Hause auf den Teller kommt. Buntes, leckeres Gemüse erheitert das Gemüt und bringt Farbe in jedes Gericht. Frische, duftende Kräuter beleben und können sogar Beschwerden lindern.

DIY oder fertiges Hochbeet kaufen?

Ich hatte die Wahl zwischen einem Kastenbeet oder einem Gestellkasten mit Beinen. Beides war in Lärche, Kiefer oder Tanne erhältlich. Für DIY kann man druckimprägniertes Holz, Beton oder Blech nehmen.

Diese werden einfach zusammengeschraubt und mit einer speziellen Folie ausgelegt. Den Bausatz dafür gibt es natürlich auch. Das war mir aber zu umständlich. Da ich auch Kartoffeln pflanzen möchte und das Hochbeet viele Jahre nutzen möchte, habe ich das etwas teurere, fertige Kastenbeet in widerstandsfähigerer Lärche gewählt.

Grundsätzliches, das beachtet werden sollte

Soll das Beet auf dem Balkon oder im Garten aufgestellt werden?

Beim Hochbeet für den Balkon muss die Tragfähigkeit des Balkons berücksichtigt werden, da die Erde alleine schon ein ziemliches Gewicht besitzt. Daher empfiehlt sich für den Balkon eher ein kleineres Kastenbeet oder die Tischvariante.

Im Garten sollte das Kastenbeet in einer 20 bis 30 Zentimeter großen Grube stehen. Das Hochbeet sollte auf alle Fälle in Nord-Südrichtung angelegt und mit Draht und Folie ausgelegt werden, um Schädlinge fernzuhalten. Ich habe für mein Holzbeet eine dicke Gewebefolie gewählt. Somit verrottet es nicht so schnell. Jedes Hochbeet sollte eben stehen, damit sich das Wasser gut verteilen kann und gleichmäßig abläuft.

Wie befülle ich mein eigenes Hochbeet richtig?

Hochwertige Blumenerde ist teuer. Ich habe daher beschlossen, mein Hochbeet auch als Komposter zu nutzen. Nach oben wird das Füllgut immer feiner. In 30 Zentimeter Höhe habe ich groben Baum- und Strauchschnitt gefüllt.

Danach waren 20 Zentimeter dünne Äste, Laub, Rasenschnitt und unbedruckte Pappe dran. Weitere 20 Zentimeter wurden mit reifer Komposterde befüllt. Die letzten 20 Zentimeter habe ich mit hochwertiger Gartenerde abgedeckt. Die beiden untersten Schichten habe ich gut festgetreten, weil durch den Verrottungsprozess die Erde absinkt. Die beiden letzten Schichten aus Garten- und Komposterde habe ich vermischt. Das fördert das Wachstum und ist natürlicher. Die letzte Schicht kann mit spezieller Erde für Kräuter oder mit Bio-Erde für Gemüse aufgefüllt werden. Ich hatte noch etwas Kräutererde . Die habe ich mit Bio-Erde für Gemüse gemischt, da ich beides pflanzen wollte.

Welches Gemüse und welche Kräuter gedeihen im Hochbeet?

Durch den Verrottungsprozess entsteht Wärme im Hochbeet. Das lieben Paradeiser, Zucchini und Paprika, meine Lieblingsgemüsesorten. Bei diesem Prozess entsteht wertvolle Humuserde, die die Pflanzen lieben. In den ersten beiden Jahren sind die meisten Nährstoffe im Beet vorhanden. Grundsätzlich wird zwischen Stark- und Schwachzehrer unterschieden.

Daher habe ich bei der Hochbeet-Bepflanzung neben meinem Lieblingsgemüse auch Gurken, Lauch, Kohl und Sellerie angebaut und mich für das dritte Jahr für verschiedene Salatsorten und Spinat (Schwachzehrer) entschieden.

Welche Pflanzen vertragen sich nicht?

Ich habe mich für den natürlichen Pflanzenschutz durch die passenden Pflanzen, also eine Mischkultur, entschieden. Somit werden Krankheiten und Schädlinge vermieden. Deshalb habe ich Tagetes gesetzt, die zudem für eine reiche Ernte garantieren. Als Nächstes habe ich Kerbel gepflanzt, denn der vertreibt lästige Läuse, Schnecken, Ameisen und schützt vor Mehltau. Basilikum neben meinen Gurken und den Zucchini schützt ebenfalls vor Mehltau.

Weitere Tipps:

  • Spinat sollte neben Kopfsalat gesetzt werden. Somit bleiben Erdflöhe fern.
  • Kohlsorten mit Sellerie und dazwischen Tomaten kombiniert, vertreibt den
    Kohlweißling.
  • Petersilie neben Erdbeeren schützt vor hartnäckigem Schneckenbefall.
  • Salat sollte nie neben Kohlarten oder Petersilie gepflanzt werden.
  • Lavendel bringt noch mehr Farbe ins Beet, duftet und schützt getrocknet
    die Kleidung vor Mottenbefall.

Welche Kräuter gehören in ein Hochbeet?

Das sind Dill, Estragon, Bohnenkraut, Koriander, Kresse, Minze, Liebstöckl, Rosmarin, Oregano, Salbei, Schnittlauch und Thymian.

Ich habe mich für mein Balkonhochbeet für Salbei, Schnittlauch, Schnittknoblauch, Majoran, Bärlauch und Thymian entschieden. Mein Hochbeet ist auch dementsprechend ein kleineres Tischhochbeet und wurde mit Wurmhumus aus der Wurmkiste gefüllt.

Tipp

Da ich eine große Familie habe, viel und vor allem mediterran koche, bereite ich Kräutermischungen vor, die ich für kalte Tage einfriere. Daneben lassen sich Schnittlauch oder andere Kräuter genauso gut separat einfrieren. Salbei hat sich als Tee gut gegen Husten für die Kinder erwiesen. Nach der Ernte wird dieser getrocknet und kann jederzeit zu Tee verarbeitet werden.

Gut zu wissen!

Ich habe Zucchini gewählt, weil sie ein ertragreicher Starkzehrer sind. Eine einzige Pflanze garantiert häufig schon eine gute Ernte. Ich habe die Samen im Baumarkt gekauft, diese nach der Anleitung auf der Verpackung vorgezogen und nach den Eismännern ins neue Hochbeet gesetzt. Reichlich Gießen nicht vergessen, aber sonst sind sie pflegeleicht!

Paradeiser wachsen ebenfalls schnell und sorgen für eine ergiebige Ernte. Sie brauchen ebenfalls viel Wasser. Diese habe ich ebenfalls vorgezogen und im Mai ins neue Beet gesetzt.

  • Kohl garantiert eine reiche Ernte bis in den Winter.
  • Süßkartoffeln sind Starkzehrer mit dekorativen Blättern.
  • Gurken sind pflegeleicht, liefern einen hohen Ertrag und ranken wunderbar am Rand des Beetes.
  • Leckere Rankerdbeeren sollten am Südrand gepflanzt werden und erfordern nicht viel Pflege.
  • Karotten gelten als Mittelzehrer, können im März gesät und bereits im Mai geerntet werden.

Paprika sind optimal für das Hochbeet und das Lieblingsgemüse meiner Kinder! Sie verlangen nach viel Sonne und Wasser. Daher habe ich sie auch vorgezogen und nach dem ersten Frost ins Hochbeet ausgesetzt. Im Juli können die grünen, alle anderen Sorten ab August geerntet werden.

Peperoni und Chilis gehören zur Familie der Paprika und können auch im Hochbeet gepflanzt werden.

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