Eine Rumkugel (oder zwei, oder drei) a day, keeps the Sorgen away… oder auch schnellstes „Weihnachtgebäck“ ever mit Sorgenfrei-Garantie

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Kitchen Stories Rumkugeln - altes Familienrezept der Familie

Dieses Jahr hatte es doch in sich, oder? Eine Pandemie, mehrere Lockdowns (einer steht in Österreich schon wieder kurz bevor), Social Distancing, Kurzarbeit, bei vielen auch Jobverlust und noch so viele andere einschneidende Geschehnisse. Da kann man sich leicht überfordert fühlen.

Aber das muss ich euch gar nicht erzählen, ich schätze ein/e jede/r hat dieses Jahr seine ganz eigene Geschichte und 2020 werden wir alle so schnell nicht vergessen.

Und dann ist da ja noch Weihnachten…

Kitchen Stories Home - eine Weihnachtsidylle mit Rumkugeln

Nein, zu Weihnachten ist nicht alles normal und nein, zu Weihnachten kann man nicht für einen Tag alles vergessen, denn es gilt weiterhin: schütze dich und schütze andere – vor allem deine Familie!

Dieses Jahr ist alles anders und auch für mich hat sich viel verändert. Aber aus irgendeinem Grund bin ich dieses Jahr auch sehr entspannt. 

Und glaubt mir, auch in meinem Leben hat sich viel ereignet – Positives, aber auch Negatives. Ich war verzweifelt, ich war wütend, es gibt ungewisse Entwicklungen und trotzdem sehe ich Hoffnung. Hoffnung auf ein besseres, anderes 2021. Hoffnung, dass manche Veränderungen zwar schmerzhaft sind, aber sich auch daraus etwas Gutes entwickeln kann und Hoffnung, dass wir als Gesellschaft gewachsen sind. Denn, wenn uns 2020 eines gelehrt hat, dann, dass wir als Menschen auch großartig sein können, Mitgefühl haben und wir vielleicht räumlich getrennt, aber nicht alleine sind.

Aber genug von diesem Jahr! Ich denke, wir können alle einmal eine kleine Pause gebrauchen. Und Kochen und Backen kann ja auch ein Weg sein um der Wirklichkeit für ein paar Stunden zu entfliehen. Zumindest habe ich dieses Jahr auf den diversen Social-Media-Kanälen gefühlt noch nie so viele Bilder vom Backen und vom Kochen gesehen. Da wurden Sauerteige herangezogen, erste Brote gebacken, Germ wurde gehandelt wie Goldbarren, man munkelt sogar über einen regen Schwarzmarkthandel, unzählige Zimtschnecken haben die heimischen Backrohre verlassen und wir sind nun alle Fermentations-Profis.

Und ja, auch ich habe mich am Sauerteig versucht. Aber sagen wir es mal so: meinem Sauerteig ist das Jahr 2020 dann doch etwas zu sauer aufgestoßen. Dafür habe ich mich dem Zimtschnecken-Hype vollständig hingegeben und inzwischen sogar eine etwas gesündere Variante entwickelt… bis zu dem Tag als mich die wirkliche Katastrophe heimgesucht hat. Eine Fehlermeldung bei meinem Backrohr!

Und dank Corona und ein paar anderen komplizierten Gegebenheiten, schreit mir mein Backrohr bis heute jeden Morgen diese Fehlermeldung entgegen. Es ist zum verrückt werden!

Aber ok, 2020 hat uns ja auch eine gewisse Gelassenheit gelehrt und auch aus unmöglichen Situationen das Beste zu machen. In meinem Fall sind das Rumkugeln!

Denn wer sagt, dass „Weihnachtskekse“ immer nur gebacken werden müssen? Ich denke, viele von uns haben die Erinnerung an den Weihnachtskeksteller, mit diesen teilweise bunten, weißen oder auch in Kakao gewutzelten Kugeln. Meist auch noch in bunte Papierkapseln gesetzt und immer mit dem Hinweis der Erwachsenen „die sind nur für die Großen“.

Ha, ich bin jetzt groß! Naja, nicht groß (1,60 hat ja fast noch Zwergenstatus) aber zumindest erwachsen. Oder zumindest tue ich an den meisten Tag so als wäre ich es – Fake it till you make it 😉

Und um euch auch etwas von meinem kleinen Glück abzugeben, habe ich nun einfach beschlossen, das Rezept meiner Kindheit mit euch zu teilen. Genau nach diesem Rezept macht nämlich meine ganze Familie schon seit (inzwischen) Jahrzenten diese kleinen Kugeln voll Glück. Also, auf die Kugel, fertig, los!

Ach ja, zufällig waren diese Rumkugeln immer schon vegan – nur falls es jemand wissen möchte.

Die rumigsten (ich weiß, dass ist kein Wort) Rumkugeln ever!

Familie W`s Rumkugeln

100 g geriebene Haselnüsse

120 g Kokosette *

100 g Margarine (ich verwende z.B. Alsan bio)

100 g Staubzucker

1 Päckchen Vanillezucker (das sind in der Regel 24 g, ich verwende aber immer eine Messerspitze echte Vanille + 24 g mehr Staubzucker)

100 g geriebene dunkle Schokolade, z.B. diese hier

5 EL feinsten Rum, schön aromatisch

Außerdem zum Wälzen

Streusel, jede Menge**

Kokosette

Anleitung

Haselnüsse und Kokosette leicht anrösten und danach auskühlen lassen.

Margarine schaumig rühren und nach und nach Staubzucker, Vanille, Schokolade und Rum unterrühren.

Danach Nüsse und Kokosette dazugeben und zu einer geschmeidigen Masse verrühren.

Daraus kleine Kugeln formen, in Streusel oder Kokosette wälzen und jeweils in Papierförmchen setzen. Danach nur noch kaltstellen.

* Kokosetteist die österreichische Bezeichnung für fein geraspeltes Kokosfleisch, also Kokosflocken bzw. Kokosraspeln.

* * Ein kleiner Hinweis, der auch mich in den letzten Tagen sehr erstaunt hat: Schokostreusel, auch wenn sie dunkel sind, sind nicht unbedingt vegan – meist ist da noch Milchpulver enthalten. Nachdem ich keine gute Alternative gefunden habe, habe ich dieses Jahr darauf verzichtet und meine Kugeln nur in Kokosette gewutzelt.

xoxo Nikky

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