Fußball-WM-Tellerrand-Kochen Teil 3: Niederländische Bitterballen… gar nicht bitter, zumindest die Ballen!

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Niederländische Küche zur Fußball WM 2014: Bitterballen

Für die Niederländer aber sehr wohl, müssen sie doch heute ihr letztes Spiel der diesjährigen WM hinter sich bringen. Der undankbare 3. Platz! Oder gar nur Vierter? Sogar Fußballmuffel wie ich bekommen das mit.

Und den Namen für diese kleinen, heißen, fetten und ziemlich guten, frittierten Fleischbällchen habe ich mir jetzt nicht extra wegen dem Ausfall der Niederländer kurz vor Schluss ausgedacht. Nein, nein! Die heißen tatsächlich so.

Ursprünglich wurden sie wohl zu einem Magenbitter gegessen, daher ihr Name. Und glaubt mir! Esst ihr zu viele davon auf einmal, kann nur noch ein Magenbitter helfen!

Aber zwei bis drei Bällchen pro Person, dazu ein kühles Pils und man hat das perfekte Fußballessen, oder aber auch Partyessen.

Und noch etwas: die einen wird es freuen, die anderen vielleicht weniger. Heute gibt es keine lange Geschichte zum Rezept! Denn ich habe heute noch einiges zu erledigen: Wäsche waschen, Koffer packen, meinen Ernteanteil verkochen und den Rest einlagern, und, und, und…
Denn ich bin nächste Woche weg!

Nicht weit weg, aber doch. Ich wurde nämlich von Sonnentor eingeladen und eine Woche auf einen ihrer Kräuterhöfe zum Schnuppern geschickt. Und um über meine Erlebnisse zu bloggen. Mehr dazu könnt ihr dann auch unter „Landluft schnuppern bei Sonnentor“ lesen. Und wer mir auf Instagram folgt, wird in der nächsten Woche mit vielen „sonnigen“ Fotos versorgt. Ein Besuch auf der Facebook-Seite von Sonnentor lohnt sich sicher auch.

Also, ich bin dann mal weg! Aber vorher noch mein Abschiedsgeschenk:

Kochen zur Fußball WM 2014: Niederländische Bitterballen, perfektes Fußballessen oder auch Partyessen

Niederländische Bitterballen

{ca. 18 Bällchen}

375 ml Rindssuppe, kalt
80 g glattes Mehl
100 g Butter
375 g Rindsfaschiertes
1/2 Zwiebel, fein gewürfelt
1/2 Bund Petersil, fein geschnitten
Salz, Pfeffer, Muskatnuss

ca. 1 l Rapsöl
ca. 80 g Mehl, zum Panieren
2 Eier, verschlagen mit einer Prise Salz gewürzt, zum Panieren
ca. 250 g Brösel

  1. Zuerst machen wir eine Einbrenn. Dafür die Butter in einer hohen Pfanne (z.B. eine Stielkasserolle ist perfekt dafür geeignet) langsam auf mittlerer Hitze schmelzen. Das Mehl nach und nach einrühren. Solange weiterrühren bis eine dicke, klümpchenfreie Paste entstanden ist, aber dabei aufpassen dass die Einbrenn nicht zu dunkel wird (maximal goldgelb).
  2. Langsam die Rindssuppe eingießen und am besten mit einem Schneebesen schön verrühren. Für ca. 10 Minuten leicht köcheln lassen. Danach die Zwiebeln und den Petersil einrühren. Mit Salz, Pfeffer und Muskatnuss ordentlich abschmecken (nicht zimperlich sein).
  3. Das Faschierte aber erst nach ca. 10 Minuten, wenn die Masse schon etwas abgekühlt ist, einrühren. Gegebenenfalls nochmals mit Salz und Pfeffer abschmecken.
  4. Diese Grundmasse jetzt am besten in eine kühle Schüssel umfüllen und im Kühlschrank für 1-2 Stunden abkühlen lassen bzw. so lange kühlen bis sich die Masse verfestigt hat.
  5. Wenn die Masse schön abgekühlt ist, geht es weiter! Jeweils einen großen, gehäuften Esslöffel von der Masse abstechen und zu einem 3 bis 4 cm großen Bällchen formen. Kleiner sind sie besser, aber etwas größer gehen sie leichter zu formen. Es ist eure Entscheidung!
  6. Das Bällchen einmal durch das bereit gestellte Mehl rollen, danach im verschlagenen Ei wenden (aufpassen das wirklich überall Ei dran ist) und zuletzt durch die Bröseln rollen. Dabei sicher gehen, dass die Panier auch wirklich rundherum dran ist, ansonsten verlieren die Bitterballen nachher beim Frittieren die Füllung und ihr habt eine Riesensauerei im Frittierfett – glaubt mir!
  7. Die Bällchen auf einem Teller absetzen und bis zum Frittieren kühl stellen. Wird die Füllung nämlich wieder zu warm und weich verlieren eure Bitterballen ganz schnell die Form.
  8. Die Bällchen in eurer Fritteuse oder im Topf (so wie ich) goldbraun frittieren. Wenn ihr auch im Topf frittiert, solltet ihr unbedingt regelmäßig  die Temperatur eures Fetts kontrollieren. Durch die kalten Bällchen kann diese nämlich sehr schnell runtergehen.
  9. Nicht zu viele Bällchen auf einmal frittieren, sie sollten sich nicht zu stark berühren.

Am besten schmecken die Bitterballen dampfend heiß, zusammen mit einem scharfen Senf (z.B. Honig-Dijon-Senf) und einem kühlen Bier!

Tipp für das Frittieren im Topf:
Das Öl in einem großen Topf erhitzen. Wer ein Thermometer hat: auf ca. 170 – 175 °C; ansonsten mit einem Brotwürfel austesten: wenn es gleich zu brutzeln beginnt, ist das Fett auch heiß genug. Auf jeden Fall sollte der Topf mindestens 5 cm hoch mit Öl befüllt sein. Parallel den Backofen auf 110°C vorheizen, ein Blech mit 2 Lagen Küchenrolle auslegen und bereit stellen. Das fertig frittierten Bällchen mit einer Schaumkelle aus dem Fett heben, gut abtropfen lassen und auf dem Blech im Ofen warm halten bis alle fertig sind.

 xoxo

 

 

 

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Ein Kommentar

  1. dann wünsche ich dir eine interessante Woche, ich beneide dich,
    lg

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