In wurst we trust… besser kann man es gar nicht sagen! Und weil mir der gestrige Tag net blunzn war, gibt es heute knusprige Blunzenradel auf Spargelrisotto

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#wetrustinwurst Knusprige Blutwurstscheiben (Blunzenradeln paniert) auf einem Risotto vom weißen Spargel

So viele Wortspiele mit „Wurst“ wie gestern habe ich wohl noch nie in meinem Leben gehört oder gelesen. Allen gemeinsam war aber, dass sie nicht abfällig gemeint waren sondern eine Begeisterung ausgedrückt haben: die Begeisterung für Conchita Wurst, DIE Gewinnern des Eurovision Song Contests 2014!

Freunde, ich gebe es zu. Ich war schon jahrelang eurovisions-müde, selten habe ich mir in den letzten Jahren ein Finale (oder auch Semifinale) überhaupt oder bis zum Ende angesehen. Dieses Jahr aber schon! Ich saß vor dem Fernseher, von Anfang an, bis zum gar nicht bitteren Ende!
Denn mir war klar, entweder wir rocken das Ding wie noch nie oder Europa (und ein paar andere Länder) sind doch noch zu konservativ.
Und es passierte das Unfassbare! Am Ende gab es Punkte. Zuerst ein paar Punkte. He, super! Auf jeden Fall ist es schon jetzt das beste Ergebnis seit einer sehr langen Zeit!

Aber dann hat es mit dem Punkteregen gar nicht mehr aufgehört.
Und wisst ihr was, ich war nervös, ich habe gekreischt, ich habe gejubelt, bei jedem einzelnen Punkt. Zwischendurch habe ich auch gleich den Schnaps geöffnet, so ein bisschen für die Nerven 😉 …. und dann: kein Wurst Case, sondern die unfassbaren Worte: Conchita, Österreich, hat gewonnen – WIR SIND WURST!

Liebe Conchita. BRAVO! Du hast die Herzen von Europa gewonnen. Und das zu recht! Du hast Punkte von völlig unerwarteten Seiten bekommen. Du hast es goldrichtig gemacht!
Ich bin ein großer Fan, auch wenn ich eigentlich nie ein Fan bin. Aber du hast das so souverän gemacht, dass ich stolz bin, „dabei“ gewesen zu sein. WIR können Stolz sein. Ich bin auf Österreich stolz. Aber vor allem kannst DU stolz sein!

Und weil mir das ganz und gar nicht wurscht war, was du da gestern geleistet hast (für die Nicht-Österreicher: im Glossar gibt es für diese findigen Wortspiele wie immer die Auflösung), gibt es heute Blunzen.
Die großartige Katharina Seiser hat, kurz nach deinem Sieg gestern, den Anstoß gegeben, wir lassen DIE Wurst heute hochleben!

Conchita Wurst gewinnt den Eurovision Song Contest 2014 - in wurst we trust

Denn, wenn es mir net wurscht war, was du gestern geleistet hast, dann kann man auch sagen: des war mir ganz und gar net blunzn.

Witzigerweise bin ich gestern nach Katharina Seisers Aufruf gleich gedanklich meine Vorräte durchgegangen. Und wisst ihr was? Die einzige Wurst, die derzeit bei mir weilt ist eine Blunzen (auch Blutwurst genannt). Perfekt!
Muttertag können wir jedes Jahr feiern, den Song Contest gewinnen wir nur alle hundert Jahre (naja, ein bisserl weniger warn’s schon). Ihr verzeiht mir deshalb sicher, dass die Muttertagstorte bis morgen warten muss, aber ich verspreche: sie schmeckt auch zu anderen Anlässen ganz wunderbar – und ist nicht so ein bisschen auch jeder Tag Muttertag?!
Aber heute geht’s um die Wurst!

„Der erste Platz für Österreich beim Eurovision Song Contest ist der große Sieg von Conchita Wurst, aber auch ein Sieg Europas in Toleranz und Respekt.“

Panierte, knusprige Blutwurstscheiben auf Risotto vom weißen Spargel #wetrustinwurst

Knusprige Blunzenradeln auf weißem Spargelrisotto mit Majoran

Für die knusprigen Blunzenradeln:
1 Blunzen, ca. 500 g oder nach Geschmack
1 Ei
1 EL Milch
4-5 EL Semmelbrösel
Maldon Sea Salt & schwarzer Pfeffer
Sonnenblumenöl oder auch Butterschmalz

Für den Spargelrisotto:
1 Bund weißer Spargel, am besten bio
2 Schalotten, wenn es sehr kleine sind dann besser drei
3-4 EL gutes Olivenöl
400 g Carnaroli Risottoreis
1/8 l guter Weißwein, am besten einen, den ihr auch nachher trinken wollt
1 Handvoll geriebener Parmesan (aber auch ein guter), wer es genau will ca. 100 g
ca. 750 ml Gemüsesuppe
6 Zweige frischer Majoran, abgerebelt
1 nussgroßes Stück kalte Butter
Maldon Sea Salt & schwarzer Pfeffer

1. Zuerst müsst ihr den Spargel waschen und danach mit einem Sparschäler schälen (mit dem geht’s am besten). Die holzigen Enden werden ebenfalls abgeschnitten.
Jetzt aber die Spargelschalen und die Enden nicht einfach wegschmeißen! Diese kocht ihr zusammen mit der Suppe einmal auf (die geben noch jede Menge Geschmack ab) und lasst sie danach für eine viertel Stunde köcheln. Nun haben sie ihre Schuldigkeit getan und ihr könnt die Schalen und Spargelenden mit einer Lochkelle rausfischen und weggeben.
Den Spargelsud jetzt immer schön warm halten, also am besten auf der hinteren Herdplatte auf einer kleinen Stufe weiterköcheln lassen.

2. Die Schalotten fein würfeln und die Spargelstangen in ca. 2 cm große Stücke schneiden und zur Seite stellen. Die Spargelspitzen extra zur Seite stellen.
Eine große Pfanne erhitzen und die Zwiebelwürfel zusammen mit dem Olivenöl glasig anschwitzen (aber nicht bräunen). Danach den Reis einstreuen und ebenfalls kurz anschwitzen. Mit dem Weißwein ablöschen (an dieser Stelle darf sich auch der Koch/die Köchin ein Gläschen genehmigen) und verkochen lassen.

3. Die Hitze insgesamt nicht zu groß drehen, der Risotto soll nicht zu stark kochen, eher so ein leichtes köcheln.
Nun den Spargelsud schöpflöffelweise nachgießen und immer wieder rühren! Der Reis soll dazwischen die Flüssigkeit immer schön aufnehmen können, auf keinen Fall soll er schwimmen. Euer Risotto wird ca. 25 bis 30 Minuten brauchen, bis er al dente ist (weich, aber innen noch bissfest).

4. Die Spargelstücke (die Köpfe noch nicht) könnt ihr nach ca. 10 Minuten in den heißen Spargelsud geben, hier haben sie jetzt genug Zeit um gar zu ziehen. Passt aber auf, dass ihr sie noch nicht mit dem Sud zusammen in den Risotto gebt. Die Köpfe gebt ihr ca. 5 Minuten später hinzu, die brauchen am kürzesten. An dieser Stelle könnt ihr euren Risotto auch schon mal leicht salzen.
Sollte euer Reis mehr Flüssigkeit brauchen und euch geht der Spargelsud aus, dann gießt diesen einfach mit einem Schuss heißem Wasser auf. Ganz zum Schluss auch noch die Spargelstücke unter den Risotto rühren.

5. Wenn der Reis al dente ist, die Pfanne von der Hitze wegnehmen und die Butter und den Parmesan einrühren. Mit Salz und Pfeffer abschmecken, außerdem auch noch die Majoranblätter unterrühren. Mit einem Deckel abdecken und kurz zur Seite stellen.

6. Wenn ihr multitaskingfähig seid, dann habt ihr eure Blunzen dazwischen schon in ca. 1 cm breite Stücke geschnitten und diese paniert. Wenn nicht, auch nicht schlimm.

7. Zum Panieren braucht ihr 2 Suppenteller und einen weiteren um die Blunzenradeln abzulegen. In einen Suppenteller gebt ihr die Brösel und in den anderen schlagt ihr das Ei auf und verquirlt es mit einem Esslöffel Milch, außerdem würzt ihr es auch noch mit Salz und Pfeffer (so hat die Panier auch gleich etwas Geschmack). Danach die Radeln einfach einmal durch die Eier ziehen und dann in den Bröseln wenden. Es empfiehlt sich eine Hand nur für die Eier zu verwenden und die andere nur für die Brösel, ansonsten habt ihr panierte Finger 😉

8. In einer Pfanne (sie sollte groß genug sein um alle Radeln gleichzeitig auszubacken) Öl oder Butterschmalz erhitzen und die panierten Blunzenradeln von beiden Seiten jeweils 1 bis 2 Minuten goldbraun ausbacken. Auf Küchenpapier abtropfen lassen und auf einem Teller anrichten.

9. Jetzt nur noch alles schön auf einem Teller anrichten und genießen. Am besten geht das mit musikalischer Untermalung! Wie wär’s mit „Rise like a Phoenix“!

Gebackene Blutwurstscheiben, oder auch Blunzenradeln paniert auf Risotto vom weißen Spargel #wetrustinwurst

 

weißer Spargel, Schalotten und frischer Majoran für "Knusprige Blunzenradeln auf weißem Spargelrisotto mit Majoran" #wetrustinwurst

 

Knusprige Blunzenradel (Blutwurstscheiben) auf Spargelrisotto

xoxo

6 Kommentare

  1. ja, Wurst ist heute wohl das Wort und Essen des Tages 😉
    schöner Beitrag!!
    lg

  2. Deine Fotos sind wunderschön!
    Hat die Frau Wurst also mehrfach Gutes bewirkt, nämlich ich habe deinen Blog entdeckt!

    • Ja das freut mich! Ich bin ja schon langer Stammleser bei dir, nur immer etwas „kommentarfaul“ 😉
      Na dann werde ich der Frau Wurst doch echt einmal eine Dankeskarte schicken, sie verbindet Europa UND die Foodblogger! Das ist mal eine Leistung…
      Und danke wegen der Fotos, das freut mich immer sehr…. meine Fototechnik ist nämlich immer eher so eine von-hundert-fotos-wird-schon-eines-dabei-sein-Technik 😉
      lg Nikky

  3. wilde kombination, schöne fotos, gar nicht wurst!

  4. Pingback: In Wurst We Trust | Der Wurstblog

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