Drei Generationen machen einen Braten…. Harlekinbraten mit Wurzelsauce

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Harlekinbraten, Wurzelsauce & Serviettenknödel

Harlekinbraten, Wurzelsauce & Serviettenknödel

Retro schmeckt super! Zumindest manchmal. Und Harlekinbraten mit Wurzelsauce gehört eindeutig dazu!An den Harlekinbraten kann ich mich noch sehr gut aus meiner Kindheit erinnern, denn meine Mutter hat diesen manchmal gemacht und ich war einfach nur verrückt nach der Wurzelsauce mit Serviettenknödel.
Ach, Rindfleisch war auch dabei?! Wer braucht das schon!
Die Farbe der Sauce war zwar schon immer sehr grenzwertig, aber der Geschmack ist einfach unglaublich.
Und da erfahre ich erst jetzt, dass meine Mutter den Braten eigentlich von meiner Oma übernommen hat. Erinnern kann ich mich zwar beim besten Willen nicht daran, den Braten auch dort gegessen zu haben, aber ich glaube ihr halt einfach mal.

Abweichungen im Rezept vom Original sind durchaus möglich, zumal ich dieses nur aus meiner Erinnerung an den Geschmack nachkoche, ohne es jemals gelesen zu haben.

Ach ja: meine Mutter hat immer ein  weißes Scherzel, einen Tafelspitz, oder auch ein mageres Meisel verwendet. Ich habe das alles nicht bekommen und deshalb ausnahmsweise ein hinteres Ausgelöstes genommen. Geht auch, aber mir persönlich ist es zu stark marmoriert.
Wie auch immer; welches Stück ihr nehmt ist reine Geschmackssache. Die Qualität sollte aber immer sehr gut sein,  Bio auf jeden Fall bevorzugt.

Wurzelgemüse

Karotten, gelbe Rüben, Pastinaken, Wurzelsellerie, Lorbeerblätter & Zwiebel

 Harlekinbraten mit Wurzelsauce & Serviettenknödel

{6 große Portionen mit sehr viel Sauce}

Für das Wurzelwerk:

3 große gelbe Rüben
4 große Karotten
4 Pastinaken
1 kleiner Wurzelsellerie
4 Zwiebeln
4 Wacholderbeeren
3 Lorbeerblätter
1 EL Paradeismark

½ l guten Rotwein
¾ l Suppe zum Aufgießen (ich: selbst eingekochte Gemüsesuppe – gute Rindsuppe geht aber auch)
Bio Bratenfleisch vom Rind, ca 1 – 1 ½ kg
2 EL Senf
Salz, Pfeffer

Backrohr auf 150°C vorheizen.

Die Zwiebel würfeln und zur Seite stellen. Das Wurzelwerk in grobe Stücke schneiden.

Den Braten von allen Seiten salzen und mit etwas Pflanzenöl im Bräter von allen Seiten anbraten. Wieder rausnehmen und zur Seite stellen.

Jetzt die Zwiebelwürfel glasig anschwitzen, danach das restliche  Wurzelwerk, zusammen mit den Lorbeerblättern, Wacholderbeeren und Paradeismark zugeben. Ebenfalls kurz anbraten, danach mit dem Rotwein ablöschen.

Das zur Seite gestellte Fleisch jetzt noch mit dem Senf einstreichen und auf das Wurzelwerk setzen.

Abdecken und im vorgeheizten Backrohr für ca.1 1/2 bis 2 Stunden schmoren lassen, ab und zu übergießen.

Ein Fleischthermometer hilft hier wirklich; euer Braten sollte am Ende eine Kerntemperatur von 80 bis maximal 85°C haben.

Wenn alles im Backrohr ist, könnt ihr auch schon die Serviettenknödel vorbereiten.

Sobald der Braten durch ist, nehmt das Fleisch rau, wickelt es in Alufolie und stellt ihn kurz zur Seite. Denn jetzt ist es Zeit die Wurzelsauce fertig zu machen.

Meine Oma hat hier nun immer ihre Flotte Lotte verwendet und das Wurzelwerk durchpassiert (dann ist die Sauce perfekt).
Ich bin da etwas faul und fische einfach nur die Lorbeerblätter und die Wacholderbeeren raus, werfe meinen Mixstab an, schütte den restlichen Rotwein und die Suppe dazu und mixe alles so lange, bis eine schöne, sämige Sauce entstanden ist.

Jetzt nur noch mit Salz und Pfeffer abschmecken. Falls euch die Sauce zu dick ist, könnt ihr bei Bedarf auch etwas mehr Suppe zugeben. Einmal kurz aufkochen lassen und fertig!

Auf die Art habt ihr eine schöne, rustikale Sauce. Wer es aber etwas feiner haben will und auch keine Flotte Lotte besitzt, streicht die Sauce jetzt noch durch ein feines Sieb.

Knödelmasse für Serviettenknödel

Semmelwürfel, Milch, Eidotter, Petersil, angeschwitzte Zwiebel

Serviettenknödel

300 g Semmelwürfel
2 Eier
350 ml Milch
80 g Butter
1 Zwiebel, sehr fein gewürfelt
½ Bund Petersil, fein gehackt
Salz

Dotter vom Eiweiß trennen und das Eiweiß mit einer Prise Salz steif schlagen.

Die Zwiebel in der Butter glasig anschwitzen. Semmelwürfel, Dotter, Milch, angeschwitzte Zwiebeln, einer zusätzlichen Prise Salz und Petersil gut vermengen. Danach noch das steif geschlagene Eiweiß unterheben.
1 Stunde rasten lassen.

Nasse Serviette oder Geschirrtuch (alternativ geht auch Alufolie) mit flüssiger Butter bestreichen.
Aus der ganzen Masse eine ca. 6 cm dicke Rolle formen und fest in die Serviette einrollen. Die Enden mit Küchengarn abbinden (wenn ihr Alufolie verwendet, müsst ihr einfach die Enden abdrehen).

In viel, leicht köchelndes Salzwasser einlegen und schwach wallend für ca. 40 Minuten kochen lassen.

Bioeier im Eierkarton

Bioeier

Eischnee

Eischnee mit dem Schneebesen aufgeschlagen

Harlekinbraten mit Serviettenknödel

Harlekinbraten, Serviettenknödel, Wurzelsauce & Preiselbeeren

xoxo

Ein Kommentar

  1. Auch bei mir hast du ihn schon gegessen. Bei Oma war er immer so gut, dass auch die nächste Generation weitergekocht hat.

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