Ein sonniger Julirückblick… und die bestellten bunten Weizenbällchen!

| 1 Kommentar

bestreute Weizenbrötchen

War das ein aufregender Juli 2014! Zumindest bei mir – wie war denn euer Juli so?

Bei mir hat sich auf jeden Fall viel getan: ich habe mir einen neuen Job „geangelt“, im Haus geht es mit Riesenschritten vorwärts (nur die restlichen Farbkübel warten noch immer auf ihre Bestimmung; aber wer will schon ausmalen, wenn es draußen so schön und warm ist), es wurde eine Grill-Party (übers gesamte Wochenende) von epischem Ausmaß geplant und außerdem habe ich noch eine extrem sonnige Woche auf einem der Bio-Kräuterhöfe von Sonnentor verbracht. Und diese Woche war einfach alles: sonnig, witzig, anstrengend, lehrreich, heiß,… diese Liste ließe sich nun beliebig fortsetzen. Alles in allem: sie war bombastisch!

Den gesamten Bericht über diese Woche, Tag für Tag, könnt ihr demnächst bei Sonnentor direkt unter „Landluft schnuppern“ lesen. Bei mir gibt es heute nur eine kleine Zusammenfassung und ein paar Fotos (der über 80 Fotos).

Es gibt so viel zu erzählen, also fange ich am besten von vorne an:
ich hatte nicht nur das Glück, auf einem „normalen“ Bio-Kräuterhof zu landen, sondern auch noch bei einem Bio-Weinbauern! Für mich kleine Reblaus (wer kennt das Wiener Lied?! … wenn nicht, dann hier mal reinhören: LINK YOUTUBE) natürlich ein Glückstreffer! Vor allem am letzten Abend, da haben wir uns durch den halben Lagerbestand gekostet! Aber ich schweife schon wieder ab.In dieser Woche habe ich wirklich viel mit gemacht: Marillen einkochen (ich bin mit über 60 vollgefüllten Gläsern nach Hause gefahren, angefangen bei Marillenmarmelade, über Marillenkompott und zu guter Letzt auch noch Marillenchutney), 6-Strang-Striezel im ganz großen Stil auf Vorrat backen und zuerst auch noch flechten lernen, im Weingarten bei der Pflege mithelfen, getrocknete Kräuter einsacken, junge Thymianpflanzen auf dem Feld nachsetzen, Traktor-Fahrstunde und, und, und!

Sonnentor-Hofwoche-Familie-Grünauer-6

Ihr könnt es euch sicher schon denken: fad ist mir nicht geworden und geschlafen habe ich jeden Abend sehr gut, am besten aber immer noch am letzten Abend nach der Weinlagerrunde… aber darüber wollen wir ab sofort den Mantel des Schweigens breiten!

Natürlich habe ich von dieser Woche nebst den vielen Marillen in unterschiedlichster Form auch noch einen kleinen Überblick meiner Lieblingsweine von der Verkostung mitgenommen, auch wenn sich meine Wahrnehmung ab der 6. Sorte sicher schon etwas „verflüssigt“ hat.
Aber bei Wein  habe ich sowieso den sehr oberflächlichen Ansatz: schmeckt er oder schmeckt er nicht? Den Rest überlasse ich sehr gerne den Experten und Kennern.

Wer sich allerdings nun gerne selber einen Überblick über den sehr liebevoll behandelten Wein von Johann & Johanna Grünauer verschaffen will, der kann sich dort immer selbst auf eine Runde durch das Weinlager einladen, denn die Bio-Weine (!) von Johann gibt es nur ab Hof und auch sonst in keinem Geschäft. Nicht umsonst sagt er von sich selbst und seinen Weinen, dass das Ganze „nur“ ein Liebhaber-Projekt ist und er eigentlich eh mehr Werbung machen müsste, aber es geht halt auch so 😉
Früher haben die beiden auf dem Kellerberg in Velm-Götzendorf auch noch eine sehr hübsche Buschenschank geführt, diese ist jetzt aber leider geschlossen und so kommt man an die guten Tropfen nur noch, wenn man sich selbst auf den Hof der beiden wagt.
Und nicht irritieren lassen, wenn einem gerade der Duft von Zitronenmelisse, Thymian oder auch Koriander entgegen weht. Das muss so sein, schließlich ist das auch ein Kräuterhof!

Und zu guter Letzt löse ich nun auch noch eine Schuld ein. Denn vor meiner Abreise zu Sonnentor und danach ins Weinviertel habe ich auf Instagram noch versprochen, das Rezept für meine bunten Weizenbällchen zu verraten, welche ich dort schon des öfteren gepostet habe. Denn diese Bällchen sind schon seit Jahren sehr beliebt bei mir und ich mache sie regelmäßig als Beilage zu Suppen, Gegrilltem oder auch zu Eintöpfen. Frisch und noch leicht lauwarm schmecken sie im übrigen am besten. Zwar kann man sie auch ein oder zwei Tage in einer Brotdose lagern, aber wer will das schon?!

Also, ich wünsche euch allen jetzt noch einen schönen letzten Julitag (wenn auch nicht sonnig, so immerhin schön) und verabschiede mich in den Nachmittag.
Am Abend geht es nämlich gleich wieder foodtastisch weiter, denn da bin ich zu einer Vorab-Premiere von „Madame Mallory und der Duft von Curry“ eingeladen. Ich bin schon gespannt!

Sonnentor-Hofwoche-Familie-Grünauer-5

Sonnentor-Hofwoche-Familie-Grünauer-4

Sonnentor-Hofwoche-Familie-Grünauer-3

Sonnentor-Hofwoche-Familie-Grünauer-2

Landluft schnuppern - Projekt von Sonnentor

Bunte-Weizenbällchen-3

Bunte Weizenbällchen

kleine & schnelle Brötchen – fertig in unter 2 Stunden
{30 kleine Brötchen}

Für den Teig:
600 g glattes Mehl
1 Würfel Germ
1 EL Zucker
380 ml lauwarme Milch
30 g Butter, geschmolzen, aber nicht zu heiß
2 Prisen Maldon Sea Salt, zwischen den Finger fein verrieben
(oder eine Prise „normales“ Salz)

Zum Dekorieren:
1 Ei
1 EL Milch
1 Prise Maldon Sea Salt
1 EL Waldviertler Graumohn
1 EL weißer Besam
1 EL Kürbiskerne, grob gehackt

1. Das Mehl in eine große Schüssel (oder in die Mixerschüssel) sieben und in die Mitte eine Mulde drücken. In diese Vertiefung den Zucker und ca. 1/3 der lauwarmen Milch zusammen mit der Germ geben und mithilfe einer Gabel auflösen.

2. Ein paar Minuten abgedeckt stehen lassen bis sich erste Blasen bilden, danach noch die restlichen Zutaten zugeben und alles mit dem Knethaken im Mixer oder per Hand gut verkneten bis der Teig glatt und seidig ist.

3. Zu einer Kugel formen und in der Schüssel, mit einem Geschirrtuch abgedeckt, an einem warmen Ort für 1 Stunde gehen lassen. Der Teig sollte nachher annähernd doppelt so hoch sein.

4. Den Teig wieder zusammenschlagen, so dass die Luft entweicht und daraus 30 tischtennisballgroße Kugeln formen. Diese auf ein mit Backpapier ausgelegtes Blech mit ca. 1 cm Abstand zueinander legen.

5. Nochmals mit einem Geschirrtuch abdecken und für ca. 30 weitere Minuten gehen lassen. In der Zwischenzeit den Backofen auf 220°c vorheizen.

6. Das Ei mit der Milch und 1 Prise Salz verquirlen und die Oberseite der aufgegangenen Brötchen damit bestreichen. Danach je eine Reihe mit Mohn, Sesam und den gehackten Kürbiskernen bestreuen.

7. Jetzt können die Brötchen für ca. 15 Minuten in das vorheizte Backrohr geschoben werden – wenn sie goldbraun sind, sind sie fertig. Danach auf einem Gitter auskühlen lassen und noch lauwarm servieren!

Bunte-Weizenbällchen-1

 

xoxo

Ein Kommentar

  1. Pingback: Eine Glaubensfrage... die Osterpinze - Kitchen Stories

Kommentar verfassen